Weiterer Wanderpokal in Linden!

Wo ist ein Wanderpokal, der von einem Lindenthaler-Vorstand gestiftet wurde, auf Dauer am besten aufgehoben? Richtig, im Vereinsheim der Lindenthaler. Mit dem dritten Gruppensieg in Folge haben das vier Tanzpaare der Lindenthaler beim Gauwertungsplatteln in Brannenburg eindrucksvoll besiegelt. Damit haben insgesamt fünf bisher im Umlauf gewesene Wanderpokale ihre endgültige Heimat in Linden gefunden.

So sehen Sieger aus: (von links) Constantin Mauerer, Sophia Riemer, Leonhard Riemer, Franziska Gruber, Rainer Preisinger, Lea Schönhüttl, Josef Lechl und Magdalena Gruber.

Rekordmeister – wo man bei diesem Begriff meist an die roten Trikots des FC-Bayern denkt, hat man beim Bayerischen Inngau-Verband eher die roten Röcke der Lindenthaler-Tänzerinnen im Kopf: Seit 1975 gibt es in der Gau-Gruppenwertung einen Wanderpokal. Wird dieser drei Mal in Folge oder fünf Mal insgesamt vom selben Verein gewonnen, darf er behalten werden. Nachdem 2019 der letzte Wanderpokal nach Hebertsfelden ging, stiftete der damalige Vorstand der Lindenthaler Konrad Rothlehner einen neuen. Die Plattler und Tänzerinnen der Lindenthaler haben diesen 2023, 2024 sowie nun auch 2025 gewonnen. Dass der Jubel nach der Bekanntgabe der Ergebnisse beinahe grenzenlos war, kann man sich vorstellen, zumal nunmehr fünf im Umlauf gewesene Wanderpokale ihre dauerhafte Heimat in Linden gefunden haben. Seit die Lindenthaler 1975 das erste Mal den Gruppenentscheid gewonnen haben standen sie in dieser Disziplin insgesamt 19 Mal auf dem Siegerpodest, 16 Mal wurden sie Vizemeister. Keinem anderen Verein des Bayerischen Inngau-Trachtenverbandes ist bislang eine derart konstante Erfolgsserie gelungen.

Nach der Bekanntgabe aller Ergebnisse hatten die Lindenthaler allen Grund zum Feiern. Sichtlich stolz ist auch Vorstandsmitglied Sabine Gruber (zweite von rechts).

Das Ziel „Gruppensieg“ hatten die beiden Lindenthaler-Vorplattler Rainer Preisinger und Sepp Lechl schon länger fest im Auge, Zusatz-Trainings wurden anberaumt um bestens vorbereitet zu sein. Vier Paare müssen hier eine homogene Einheit bilden, die Schläge der Plattler stets im Gleichklang ausgeführt und die Dirndl exakt im immer gleichen Abstand um die Burschen drehen. Alle vier Tänzer holen sich zum Trio die Dirndl ohne Schrittwechsel zum gemeinsamen Walzer, achten auf Abstand und gleichmäßige Ausführung und drehen zum Schlussakkord in die Schlussfigur. Hier braucht es neben vier guten Einzelleistungen auch ein Gespür für die ganze Gruppe, und das will geübt werden.Das Ergebnis war der Lohn der Mühe: Mit einem soliden Vorsprung von sieben Zehntelpunkten vor der zweitplatzierten Gruppe aus Lauterbach standen die Lindenthaler auf dem Siegerpodest. Folgenden Plattlern und Tänzerinnen ist dieser Erfolg zu verdanken: Constantin Mauerer, Rainer Preisinger, Leonhard Riemer, Josef Lechl, Sophia Riemer, Lea Schönhüttl, Franziska Gruber und Magdalena Gruber.

Mit dem zweiten Platz in seiner Altersgruppe er-reichte Rainer Preisinger, hier mit Tanzpartnerin Lena Limmer, das beste Einzelergebnis der Lindenthaler.

Auch die zweite Gruppe, die die Lindenthaler ins Rennen schickte, konnte mit dem fünften Platz einen beachtlichen Erfolg unter insgesamt 15 teilnehmenden Gruppen erzielen. Sehen lassen können sich die Lindenthaler auch mit den Ergebnissen in den Einzelwertungen. Bei den 17- bis 23-Jährgigen erreichte unter 49 Teilnehmern Constantin Mauerer den neunten, Simon Hofer den elften und Elias Kronthaler den zwölften Platz. Thomas Aigner kam auf Rang 33. In der  Altersklasse der 24- bis 30-Jährigen erplattelte sich Simon Reiterer den sechsten, Martin Frasch den achten und Leonhard Riemer den 14. Platz. Den besten Platz in der Einzelwertung erzielte Rainer Preisinger, der in der Klasse der 31- bis 40-Jährigen den zweiten Platz erreichte. Josef Fichtner kam hier auf Rang vier, Josef Lechl auf Rang fünf. Den zehnten Platz belegte in dieser Altersklasse Christian Danner.

Fünf Wanderpokale haben bislang ihre endgültige Heimat in Linden gefunden.