Chronik

Die Lindenthaler

Die Gründung der Lindenthaler fiel in eine sehr bewegte Zeit. Die Tonindustrie erfuhr nach dem ersten Weltkrieg einen Aufschwung. Der Hebertsfeldener Zweigbetrieb der Kolbermoor’schen Tonwarenfabrik suchte Arbeitskräfte und so kamen junge Männer vom Stammhaus an der Mangfall zum Zweigbetrieb an der Rott. Mit ihnen kam die Gebirgstracht nach Hebertsfelden. Nach  Feierarbend war das Gasthaus Eberl in Linden Treffpunkt der Arbeiter. Die Kolbermoorer sangen ihre Lieder und tanzten auf ihre Weise. 1920 mündete dies in die Gründung des Trachtenvereins Lindenthaler. Das Tal des Lindenbaches, der aus dem Norden des Hebertsfeldener Gemeindebereiches kommend in die Rott mündet, gab der neuen Gruppe den Namen. Dieser Name ist unser Markenzeichen geworden.

Das Schuhplatteln sollte die stärkste Domäne von uns Lindenthalern werden. Schnell fand die Rottaler Bevölkerung Gefallen an der beeindruckenden Tanzform. Seit 1964 führt der Dachverband, der Bayerische Inngautrachtenverband, jährlich eine Art sportlichen Wettbewerb durch: das Preisplatteln bzw. Wertungsdirndldrahn. 1975 gelang hier den Lindenthalern der “Durchbruch”: In der Gruppenwertung erreichten die Aktiven wie auch die Jugend den ersten Preis. Seither gehören die Plattler und Tänzerinnen immer mit zur Spitze des Dachverbandes.

Gründungsfoto von 1920
Gruppenfoto von 1920

Schon immer gelang es uns Lindenthalern, im Laufe der Vereinsgeschichte ehrenamtlich große Arbeitsleistungen zu vollbringen. Das 50-jährige Gründungsjubiläum feierten wir mit einer Fahnenweihe und einem Festzug, der damals noch über die Bundesstraße zwischen Hebertsfelden und Linden führte. 1984 bauten wir uns ein eigenes Vereinsheim. Für die aktiven Mitglieder war es eine Selbstverständlichkeit, den Urlaub einzubringen und jede freie Minute auf der Baustelle zu sein. Gleich im Folgejahr richteten wir das Gautrachtenfest des Bayerischen Inngautrachtenverbandes aus.

Im Jahr zuvor brachten wir erstmals das Bruder-Konrad-Fetspiel auf die Bühne. Die Lebensgeschichte des Rottaler Volksheiligen wurde 1994 im Vereinsheim 25 Mal aufgeführt und erzielte bayernweite Medienresonanz. Im Jahr 2000 wurde das Vereinsheim der Ort der Geschehnisse aus dem Jahr 1705. Mit der “Gschicht vom Penzmoar Anderl” wurde ein bedeutendes Ereignis der Hebertsfeldener Ortsgeschichte aufgeführt.

Durch alle Zeiten war es uns Lindenthalern immer ein Anliegen, am Puls der Zeit zu bleiben und neue kulturelle Akzente zu setzen. Anfang der 80er Jahre wurde eine Goßlschnalzergruppe gegründet. Bereits seit frühen 1960er Jahren wird systematisch Jugendarbeit betrieben. Zahlreiche Musikensembles traten ins Leben und pflegen weltliche und geistliche Volksmusik.

Vorstände seit der Vereinsgründung

1920 – 1932: Leopold Schöffbeck
1932 – 1945: Jakob Eberl
1945 – 1946: Ludwig Köberl
1946 – 1947: Franz Rothlehner
1947 – 1951: Ludwig Köberl
1951 – 1955: Hans Altmann
1955 – 1963: Franz Rothlehner
1963 – 1977: Hans Altmann
1977 – 1992: Winfried Viehhauser
1992 – 2000: Rudolf Rothlehner
2000 – 2006: Herbert Rieger
seit 2006: Konrad Rothlehner

Ehrenvorstand

Winfried Viehhauser

Gauvorplattler

1983 – 1989: Herbert Rieger
2003 – 2009: Florian Griebl

Ehrenmitglieder

Alfred Wollinger
Ludwig Angermaier
Amalie Angermaier
Erna Holzapfel
Marianne Birnkammer
Josef Brauneis
Willi Blieninger

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