Binnen fünf Tagen waren 14 Vorstellungen ausverkauft, zwei eilig anberaumte Zusatzvorstellungen binnen zwölf Stunden: Mit Lorbeeren bedachte das Publikum in diesem Jahr das Lindenthaler-Volkstheater.

„Das Theaterstück war wieder mal Spitzenklasse“ so eine Google-Rezension einer Besucherin, jubelnde Ovationen beendeten Vorstellung um Vorstellung der Komödie „Brave Sünder“. An ihren Erfolgen lassen die Hebertsfeldener Trachtler auch andere teilhaben. So werden zur zweiten Vorstellung seit vielen Jahren Menschen mit Behinderung der „Gerner Fraternität“, des Sozialpsychiatrischen Dienstes des BRK und der Offenen Behindertenhilfe der Aktionsgemeinschaft Kind in Not gratis ins Lindenthaler-Volkstheater eingeladen. Der Erlös der ersten Freitagsvorstellung wird zudem traditionell für einen sozialen Zweck gespendet. Diesmal gingen 2000 Euro an die Maria-Gammel-Stiftung. Diese Stiftung unterstützt das Institut für Hören und Sprache in Straubing, eine Einrichtung des Bezirks Niederbayern. Das Institut betreut Kinder und Jugendliche mit Hör- beziehungsweise Sprachbeeinträchtigung.

Theaterleiter Richard Eder (5. v. links) übergab im Beisein des gesamten Ensembles des Volkstheaters sowie den Vorstandsmitgliedern Jürgen Leitl (links) und Sebastian Rothlehner (4. v. r) die Spende an Fritz Geisperger (6. v. l) und seine beiden Kolleginnen, Sonderschulkonrektorin Andrea Bachmann (7. v. l) sowie Klassenlehrerin Julia Späth (8. v. l).

„Wie schön ist so ein Theaterabend, wenn man ihn mit allen Sinnen genießen kann und wie schwer kann man sich oft vorstellen, einen Sinn nicht oder nur eingeschränkt zur Verfügung zu haben“, so Regisseur Richard Eder, der den Spendenscheck an den Direktor des Institutes, Fritz Geisperger übergab. Dass auch Menschen mit Beeinträchtigung erfolgreich ihr Leben meistern können, sei solch wertvollen Einrichtungen zu verdanken, so Eder. Geisperger, der auch Vorsitzender der Maria-Gammel-Stifung ist, erklärte, dass im Förderzentrum mit dem Schwerpunkt Hören und in der Schule zur Sprachförderung im Schuljahr 2023/24 insgesamt 373 Schüler in 37 Klassen unterrichtet werden. In den offenen Klassen der Grundschulstufe werde dabei inklusiv beschult. Über die Stiftung können beispielsweise Lernmaterialien bereitgestellt werden. Außerdem leiste man finanzielle Unterstützung bei Schulveranstaltungen, so Geisperger.

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