Der mit dem Vorstandstrio Sabine Gruber, Jürgen Leitl und Sebastian Rothlehner vor vier Jahren eingeleitete Generationenwechsel bei den Lindenthalern setzt sich nun auch im Ausschuss fort. Nach 42 Jahren beendete Richard Eder die Verantwortung für das Ressort Öffentlichkeitsarbeit und wird nach der letzten Vorstellung des „Brandner Kaspar“ auch die Theaterleitung abgeben. Ebenso schieden der langjährige frühere Vorstand Konrad Rothlehner nach insgesamt 49 Jahren sowie Sabine Riemer nach 24 Jahren als Musikwartin aus eigenem Wunsch aus dem Ausschuss.
Der seit 2022 erfolgreich wirkende Vorstand aus Sabine Gruber, Jürgen Leitl und Sebastian Rothlehner wurde in der von Bürgermeisterin Karin Kienböck-Stöger geleiteten schriftlichen Wahl in der Mitgliederversammlung einstimmig wieder berufen. Das Gemeindeoberhaupt würdigte vorher die Lindenthaler als starken Verein in der Gemeinde. Im Amt bestätigt wurden auch die beiden Kassenverwalterinnen Rebekka Ries und Elisabeth Degner, die Vorplattler Rainer Preisinger-Kalfier und Constantin Mauerer sowie die Jugendleitung aus Elias Kronthaler und Magdalena Gruber.

Den Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit leiten künftig Barbara Fink und Sophia Riemer, als neuer Musikwart rückt Leonhard Riemer in den Ausschuss. Erneut als Schriftführerin wurde Carolin Rinner gewählt, an ihrer Seite wird künftig die bisherige Beisitzerin Simone Richter die Protokolle führen. Dafür wird die bislang als Schriftführerin tätige Marion Bauer als Beisitzerin im Ausschuss vertreten sein, weitere Beisitzer sind Martin Frasch und Roland Moser. Sabine Gruber behielt das Amt der Trachtenwartin, Bernhard Ochsenbauer das des Brauchtumswartes. Die Aufgaben der Revision wurden erneut Wolfgang Riemer und Günther Hinterwinkler übertragen.
Vor der Wahl zogen Vorstand sowie Sachgebiets- und Spartenleiter Bilanz. Für den Vorstand sprach Sebastian Rothlehner von vielen Highlights und nannte hier insbesondere das Sonnwendfeuer, das Gautrachtenfest und die Beteiligung am 100-jährigen Gründungsfest der Lindener Feuerwehr, wofür er sich für die „überragende Beteiligung“ bei den Mitgliedern bedankte. Sabine Gruber hob die Leistungen der jungen aktiven Mitglieder in der Plattler- und Tanzgruppe hervor, für deren professionelles Auftreten habe sie viel positives Feedback erhalten. Von einer aufgrund des Erfolges der Brandner-Kaspar-Inszenierung guten finanziellen Lage konnte Kassenverwalterin Rebekka Ries berichten. Revisor Wolfgang Riemer, der mit Günther Hinterwinkler die Buchführung und satzungsmäßige Mittelverwendung kontrollierte, sprach von einer einwandfreien Geschäftsführung, die Entlastung des Vorstandes und des Ausschusses wurde einstimmig erteilt. Auch für die von Schriftführerin Marion Bauer verlesenen Protokolle gab es keine Einwände.

Vorplattler Rainer Preisinger-Kalfier ging auf die Ergebnisse des Gauwertungsplattelns ein und freute sich, dass die Lindenthaler den von Ehrenvorstand Winfried Viehhauser gestifteten neuen Wanderpokal durch den Gruppensieg wieder mit nach Hebertsfelden nehmen konnten. Von einem ereignisreichen Jahr mit vielen Auftritten sprach Jugendleiter Elias Kronthaler. Derzeit bereite er seine 40-köpfige Jugendgruppe auf das Gaujugendpreisplatteln vor. Nicht minder ereignisreich war das Jahr für die Goaßlschnalzer, deren Leiter Roland Moser die Auftritte beim Maibaumfest in Rottenstuben, beim Leonhardiumritt in Niedernkirchen und beim Bayerischen Abend anlässlich des Feuerwehrfestes in Linden hervorhob. Trachtenwartin Sabine Gruber berichtete von aufwändigen Kleidertausch-Aktionen, Brauchtumswart Bernhard Ochsenbauer stellte die Aktualisierung der Totenbretter zur Erinnerung an die verstorbenen Mitglieder in Aussicht.
Musikwartin Sabine Riemer sprach in ihrem letzten Tätigkeitsbericht von der Arbeit mit den Instrumental- und Gesangsgruppen der Lindenthaler und wies auf den Adventshoagartn am 20. Dezember hin. Ebenfalls seinen letzten Bericht hielt Richard Eder als Pressewart und als Theaterleiter. Er habe sich in den 42 Jahren, in denen er durchgehend die Verantwortung für die Öffentlichkeitsarbeit, dazu parallel 12 Jahre als Jugendleiter und 21 Jahre als Theaterleiter innehatte, immer an größtmöglicher Professionalität orientiert. Er wies auf die Herbstserie des „Brandner Kaspar“ hin und dankte insbesondere seiner langjährigen Assistentin Christine Schmidseder, die nach der letzten Vorstellung am 7. November die künstlerische Leitung des Lindenthaler-Volkstheaters übernehmen werde.
In kurzen Laudationes würdigten Sabine Gruber, Jürgen Leitl und Konrad Rothlehner die Arbeit der ausgeschiedenen Ausschussmitglieder Konrad Rothlehner, Richard Eder und Sabine Riemer. Außerdem gab es vom Vorstand Ehrenuhrkunden für langjährige Mitgliedschaften. So wurden für ihr zehnjähriges Lindenthaler-Dasein Christian Danner, Robert Stangl, Johanna Stangl, Alina Aigner und Simon Hofer ausgezeichnet. 40 Jahre sind Jürgen Leitl, Josef Pilgram und Eva Pilgram bei den Lindenthalern, bereits 50 Jahre Waltraud Golginger. Auf sage und schreibe 60 Jahre können Else Kienböck und Lindenthaler-Ehrenmitglied Maria Eder zurückblicken.
