Die Lindenthaler scheint derzeit nichts und niemand bremsen zu können. Gerade machten sie mit einer vielbeachteten Inszenierung des Theaterklassikers „Der Brandner Kaspar“ Furore, schon planen sie ein nächstes Umbauprojekt im Vereinsheim: Die in die Jahre gekommen Küche muss erneuert werden.
Über 40 Jahre existiert das Vereinsheim der Lindenthaler, noch aus der allerersten Stunde stammt die Einrichtung der Küche, die über die Jahre und aufgrund der vielen Veranstaltungen sehr stark beansprucht wurde. In der letzten Zeit sei sie immer notdürftig repariert worden, wie Vorstandsmitglied Sebastian Rothlehner den Mitgliedern in der Versammlung erklärte, nun aber sei der Zeitpunkt gekommen, sie von Grund auf zu erneuern und an einen modernen und professionellen Standard anzupassen. In der nächsten Zeit würden Gespräche mit den Küchentrupps geführt und anschließend verschiedene Angebote eingeholt. Finanziell sei das Ganze gut stemmbar, wie Kassenverwalterin Elisabeth Degner berichtete. Aufgrund des Erfolges der letzten beiden Theaterproduktionen, der Komödie „Und alles auf Krankenschein“ sowie das Jubiläumsstück „Der Brandner Kaspar“, könne man gut in die Zukunft investieren. Revisor Wolfgang Riemer, der zusammen mit Günther Hinterwinkler die Kassenführung geprüft hatte, konnte der Versammlung eine einwandfreie Buchführung sowie die satzungsgemäße Mittelverwendung bestätigen.

Sebastian Rothlehner ging nochmals explizit auf einige Highlights seit der letzten Mitgliederversammlung ein. Er würdigte insbesondere die beiden letzten Theater-Inszenierungen und dankte hier vor allem dem Regisseur Richard Eder „für seine Top-Arbeit“, allen Mitwirkenden und allen die in der Vereinsheim-Bewirtschaftung Einsatz gezeigt hätten. Er bekomme immer wieder die Rückmeldung, wie großartig der ehrenamtliche Einsatz des gesamten Vereins vom Publikum bewertet werde. „Die Entscheidung, aufgrund der enormen Resonanz im Herbst nochmal den Brandner Kaspar aufzuführen, war richtig, und ich freu mich schon darauf“ so Rothlehner. Bis auf einige Einzelplätze seien die Herbst-Termine bereits verkauft. Darüber hinaus lobte Rothlehner den von Musikwartin Sabine Riemer organisierten Adventshoagartn, die Jugendweihnachtsfeier sowie den Neujahrs-Vereinsabend. Vorständin Sabine Gruber betonte die gute Beziehung zu den Feuerwehren Unterhausbach und Linden, die aufgrund der im Vereinsheim abgehaltenen Patenbitten nochmal intensiviert worden seien. Erfreut zeigte sie sich vom starken Auftreten der Lindenthaler beim großen Trachtenfest in Pfarrkirchen anlässlich des 100-jährigen Gründungsfestes des dortigen Trachtenvereins. Insbesondere dankte sie hier dem Ehrenmitglied Josef Brauneis, der mit 81 Jahren noch aktiv am Festzug teilgenommen habe. Damit auch die Jugend sauber aufmarschieren konnte, habe Gruber insgesamt 20 Stunden Kleider-Tauschaktionen durchgeführt. Gruber gab außerdem bekannt, dass Konstantin Mauerer bis zur turnusmäßigen Neuwahl im Herbst neben Rainer Preisinger-Kalfier kommissarisch die Leitung der Plattler- und Tanzgruppe übernehmen wird.
Jugendleiter Elias Kronthaler berichtete vom Kinderfasching, der erneut einen Besucherzuwachs verzeichnen konnte, sowie vom Kreisjugendtreffen, das sich hervorragend zur Vernetzung innerhalb der Trachtenjugend im Landkreis geeignet habe. Tiefer in alle Aktivitäten konnte man im Bericht der Schriftführerin Marion Bauer eintauchen, die alle Protokolle seit der letzten Versammlung verlas. Eine besondere Ehrung wurde Johanna Staimer zuteil. Seit 22 Jahren ist sie aktive Lindenthalerin, 10 Jahre davon war sie im Ausschuss als zweite Schriftführerin tätig. Darüber hinaus engagierte sie sich viele Jahre im Betreuungsteam des Jugendzeltlagers, vertrat bei vielen Trachtenfesten den Verein und ist seit Langem die Leiterin des Vereinsheim-Serviceteams. Dafür bekam sie von den Vorständen Sabine Gruber und Sebastian Rothlehner den Bayerischen Löwen überreicht.
