Gaudirndldrahn 2019

02.08.2019 14:45 - Von: Richard Eder


Historischer Punktevorsprung: In der Gruppenwertung der 15- bis 16-jährigen triumphierten (von links) Simon Scheuer, Ramona Ochsenbauer, Christoph Renner, Franziska Gruber, Jonas Hanseder, So-phia Riemer, Dominik Westenthanner und Lea Schönhütl. (Foto: Fichtner)

Bei den 17- bis 23jährigen kam an Lena Limmer (hier mit ihrem Tanzpartner Sepp Fichtner) niemand vorbei. (Foto: Leitsmüller)

Elisabeth Degner holte gemeinsam mit ihrem Tanzpartner Rainer

(Foto: Leitsmüller)

Linden. Spricht man vom „Rekordmeister“ denken die meisten an rote Trikots und an Meisterschaftsfeiern auf dem Münchner Marienplatz. Beim Bayerischen Inngautrachtenverband hat man dagegen die roten Röcke der Lindenthaler und Siegesfeiern fernab von oberbayerischen Gefilden vor seinem geistigen Auge.     

    Denn auch dieses Jahr stehen die Lindenthaler in der Gruppenwertung, der Meisterdisziplin in Sachen Schuhplattler, auf dem Siegertreppchen. Ein Platz auf dem in den letzten 20 Jahren alleine die Lindenthaler 12 Mal standen, vier Mal gab es die Silber- und vier Mal die Bronzemedaille.

   Was jedoch beim diesjährigen Wettbewerb des Bayerischen Inngautrachtenverbandes im oberbayerischen Pang die Lindenthaler zuwege brachten, ist allein für sich schon Rekordverdächtig: Fünf von sechs möglichen Siegertrophäen stehen jetzt im niederbayerischen Hebertsfelden. 

    Franziska Gruber legte beim Dirndldrahn, der Disziplin die dieses Jahr in der Einzelwertung an der Reihe war, bei den 15- bis 16-jährigen schon kräftig vor und erzielte mit 12 Zehntelpunkten Vorsprung den ersten Platz. Lea Schönhütl kam in dieser Altersklasse auf Rang 4, den siebten Platz erdrehte sich Sophia Riemer und Platz 10 unter insgesamt 26 Teilnehmerinnen erreichte Ramona Ochsenbauer.

     Die Wertungsrichter achteten dabei mit Argusaugen auf Haltung, Abstand, Gleichmäßigkeit der Drehungen und das perfekte Zusammenwirken mit dem Plattler. So auch in der Altersklasse der 17- bis 23-jährigen, die Lena Limmer als einzige Lindenthaler-Teilnehmerin unter 53 Teilnehmerinnen klar für sich entschied.

    In der Gruppe der 24- bis 30-jährigen kam Elisabeth Degner mit nur zwei Zehntelpunkten Abstand auf Rang zwei. Barbara Fink ertanzte sich hier den vierten, Rebecca Ries den achten, Christina Gruber den neunten und Anja Birkner den 13. Platz. 

   Die jeweils drei Besten der Altersklassen 17 bis 23 Jahre und 24 bis 30 Jahre traten noch einmal gegeneinander an, um zu entscheiden, wer den begehrten Wanderpokal mit nach Hause nehmen darf. Und hier schlug dann Elisabeth Degners große Stunde. Gemeinsam mit ihrem Tanzpartner Rainer Preisinger gelang ihr eine Vorführung wie aus dem Lehrbuch, die ihr schließlich den Gesamtsieg einbrachte.

    Einen weiteren Rekord gab es in der Gruppenwertung der Jugendlichen (15 und 16 Jahre). Auch in dieser Disziplin konnten die Lindenthaler erneut ihren Spitzenplatz verteidigen, diesmal aber mit einem historisch einmaligen Punktevorsprung von fast 12 vollen Punkten (Fehler werden in Zehntelpunkten abgezogen). Verständlich, dass nach der Bekanntgabe der Jubel bei Franziska Gruber, Sophia Riemer, Ramona Ochsenbauer, Lea Schönhütl, Simon Scheuer, Jonas Hanseder, Christoph Renner und Dominik Westenthanner entsprechend groß war.

    Nicht minder jubelten schließlich die Erwachsenen: Martin Frasch, Florian Griebl, Rainer Preisinger, Sepp Lechl, Barbara Fink, Rebecca Ries, Lena Limmer und Elisabeth Degner zeigten auch diesmal, dass die besten Plattler eben aus Niederbayern kommen. Auch die zweite Gruppe, die die Lindenthaler hier ins Rennen schickte, erreichte unter 20 Teilnehmergruppen einen hervorragenden vierten Platz.

     Dass auch beim Schuhplatteln und Dirndldrahn die Meister nicht einfach vom Himmel fallen, wissen am besten die Vorplattler Sepp Lechl und Rainer Preisinger sowie die Jugendleiter Sepp Fichtner und Lena Limmer. Sie bereiteten die Tänzerinnen und Plattler in wochenlangen Trainings auf diesen Wettbewerb vor um die seit den 70er Jahren andauernde Erfolgsserie der Lindenthaler nicht abreißen zu lassen.