Spendenübergabe an die Flutopferhilfe der Stadt Simbach am Inn

31.10.2016 10:11 - Von: Richard Eder


Im Beisein von Vorstand Konrad Rothlehner (4. V. links) sowie des gesamten Ensembles überreichte der Leiter des Lindenthaler-Volkstheaters Richard Eder (6. von rechts) den Spendenscheck an die dritte Bürgermeisterin der Stadt Simbach, Christa Kick (7. von links).

Linden. In der aktuellen Lindenthaler-Komödie „Ehefrau wider Willen“ amüsiert sich derzeit das Publikum über Willi Meier, dem das Wasser buchstäblich bis zum Hals steht, nachdem sein Lügengebäude nach und nach zusammenstürzt.

    Wie es ist, wenn einem ganz real echtes Wasser bis zum Hals und darüber hinaus steht, wie es ist wenn echte Gebäude nicht mehr bewohnbar sind oder gar so beschädigt wurden, dass sie abgerissen werden müssen, haben Anfang Juni viele Menschen bei der Flutkatastrophe im Landkreis Rottal-Inn erfahren. Die diesjährige Benefiz-Vorstellung der Lindenthaler ging deshalb an die Flutopferhilfe der Stadt Simbach am Inn.

    „Die Grenzstadt hat es besonders schwer erwischt“ begründete Regisseur Richard Eder nach der Freitags-Vorstellung die Entscheidung. Er berichtete auch von seinen ganz persönlichen Erlebnissen, als er mit seiner Frau wenige Tage nach der Flut zum Hilfseinsatz aufbrach und ihm das Ausmaß der Zerstörung bewusst wurde, und von dem großen „Hallo“ aus den Nebenhaus. Dort hatte sich am selben Tag zufällig ein weiterer Trupp Lindenthaler mit Schaufeln und Eimern zum Arbeitseinsatz eingefunden, wenig später traf er Sebastian Rothlehner, der die Hauptrolle im aktuellen Stück verkörpert und der mit seinem Firmenlaster zur Hilfe anrückte.

    Für die Stadt Simbach nahm die dritte Bürgermeisterin Christa Kick den Spendenscheck in Höhe von 1750 Euro entgegen. Sie ging ebenfalls auf die große Solidarität vieler Bürger während der Katastrophe ein, sie sprach dabei von einer „zweiten Welle, die uns erreicht hat, die Welle der Hilfsbereitschaft“. Auch wenn zwischenzeitlich schon viel geschehen und die Infrastruktur einigermaßen wiederhergestellt sei, es müsse noch vielen Menschen finanziell geholfen werden. Sie versicherte, dass die Spendengelder nach einem möglichst gerechten Maßstab direkt an die Betroffenen weitergeleitet würden.

    Die Komödie „Ehefrau wider Willen“ wird aufgrund der großen Nachfrage weitere zwei Mal aufgeführt, und zwar am 18. November um 20 Uhr sowie am 20. November um 19 Uhr. Karten gibt es in der Geschäftsstelle des Rottaler Anzeigers.